Was leistet ein Immobilienmakler bei der Objektvermittlung?

Was leistet ein Immobilienmakler bei der Objektvermittlung?

Inhaltsangabe

Ein Immobilienmakler übernimmt bei der Objektvermittlung mehrere Teilleistungen, die Eigentümer und Investoren in Deutschland spürbar entlasten. Dazu zählen die Marktanalyse, professionelle Präsentation, zielgerichtetes Marketing, Besichtigungsmanagement sowie die rechtliche Vertragsabwicklung.

Gerade in Zeiten regionaler Preisschwankungen und unterschiedlicher Nachfragesituationen sind diese Immobilienmakler Leistungen wichtig. Sie sorgen dafür, dass der Verkauf oder die Vermietung marktkonform und möglichst zügig erfolgt.

Hinzu kommt die rechtliche Komponente: Bei Immobilienverkauf Deutschland spielen Aspekte wie Maklerprovision und die seit 2020 veränderte Maklercourtage eine Rolle. Ein erfahrener Makler informiert über regionale Unterschiede und sichert eine rechtssichere Abwicklung.

Eigentümer können durch Makler Objektvermittlung konkrete Ergebnisse erwarten: einen marktgerechten Preis, verkürzte Vermarktungsdauer, geprüfte Interessenten und abgesicherte Vertragsprozesse. Der Beitrag führt im Anschluss systematisch durch Bewertung, Präsentation, Marketing, Besichtigungen, Verhandlung, rechtliche Abwicklung und After-Sales.

Was leistet ein Immobilienmakler bei der Objektvermittlung?

Ein Immobilienmakler bündelt Fachwissen, Zeit und Kontakte, um Verkauf oder Vermietung effizient zu gestalten. Die folgende Übersicht zeigt typische Aufgaben, greift Chancen gegenüber dem privaten Verkauf auf und nennt typische Situationen, in denen eine Beauftragung Makler sinnvoll ist.

Übersicht der Kernleistungen

Makler Kernleistungen umfassen systematisch viele Arbeitsschritte. Zunächst gehört die Objektbewertung und eine Marktanalyse dazu. Anschließend erstellt der Makler Exposé, Bildmaterial und gegebenenfalls virtuelle Rundgänge.

Zum Marketing gehören Inserate auf Portalen wie Immobilienscout24, Immowelt und Immonet, gezielte Ansprache geeigneter Interessenten und Social‑Media‑Kampagnen. Zur Qualifizierung zählen Besichtigungskoordination, Bonitätsprüfungen und Feedback‑Management.

Verhandlungsführung und Vertragsvorbereitung, Koordination mit Notar sowie Unterstützung bei Übergabe und After‑Sales runden das Leistungspaket ab. Zusatzleistungen wie Energieausweis‑Beschaffung, Modernisierungsberatung oder Home Staging sind oft verfügbar.

Vorteile gegenüber Alleinverkauf oder Selbstvermietung

Vorteile Makler zeigen sich in Zeitersparnis und Risikominimierung. Eigentümer sparen viele Stunden, weil der Makler Besichtigungen organisiert und die Interessenten vorqualifiziert.

Die professionelle Präsentation erhöht die Wahrnehmung des Objekts. Das führt häufig zu besseren Preisverhandlungen. Empirisch erzielen Makler oft höhere Verkaufspreise trotz Courtage.

Makler vs Privatverkauf bedeutet auch rechtliche Absicherung. Erfahrene Makler erkennen Vertragsfallen, koordinieren Notartermine und reduzieren Haftungsrisiken für den Verkäufer.

Wann sich die Beauftragung lohnt

Die Beauftragung Makler sinnvoll ist, wenn der Verkauf komplex ist. Beispiele sind Erb‑, Miteigentums‑ oder Baurechtsfragen sowie gewerbliche Objekte und Mehrfamilienhäuser.

Wenn Eigentümer wenig Zeit haben oder keine Erfahrung im Verkauf, verbessert ein Makler die Erfolgschancen. In unsicheren Märkten schafft fachliche Marktkenntnis bessere Verhandlungspositionen.

Bei der Kosten‑Nutzen‑Abwägung hilft ein Blick auf den potenziellen Preisaufschlag durch professionelle Vermarktung gegenüber der Courtage. In vielen Fällen gleichen bessere Konditionen und eingesparte Stunden die Gebühr aus.

Objektbewertung und Marktanalyse für den Verkauf

Eine verlässliche Objektbewertung bildet die Grundlage für jede erfolgreiche Vermittlung. Makler prüfen Daten, Markttrends und dokumentierte Vergleichsfälle, um den Immobilienwert realistisch einzuschätzen.

Die Ermittlung des marktgerechten Preises folgt definierten Bewertungsmethoden. Das Vergleichswertverfahren kommt bei Wohnimmobilien zum Einsatz. Für Renditeobjekte dient das Ertragswertverfahren. Spezialimmobilien werden oft mit dem Sachwertverfahren beurteilt.

Bei einer fundierten Marktanalyse Immobilien fließen Portaldaten wie Statistiken von ImmobilienScout24 ein. Gutachten, Bodenrichtwerte der Gutachterausschüsse und regionale Nachfrage-Lage ergänzen die Basis.

Makler gleichen diese Quellen mit realen Vergleichsobjekten ab. So lassen sich kurzfristige Angebotsverschiebungen und Entwicklungsprognosen, etwa neue Verkehrsanbindungen, korrekt einordnen.

Besondere Ausstattungsmerkmale beeinflussen den Immobilienwert deutlich. Energieeffizienz, Baujahr und Modernisierungszustand zählen ebenso wie Denkmalschutz, Einbauküche oder Fußbodenheizung.

Garten, Terrasse und Stellplatz werden separat bewertet. Makler schätzen ab, welche Merkmale preistreibend oder preisdrückend wirken. Renovierungsbedarf und erwartete Investitionskosten fließen in die Kalkulation des marktgerechten Preises ein.

  • Dokumentation: Alle Annahmen werden schriftlich festgehalten.
  • Vergleich: Nutzung mehrerer Vergleichsobjekte zur Absicherung.
  • Transparenz: Klare Darstellung der Bewertungsmethoden für Verkäufer und Käufer.

Professionelle Präsentation des Objekts

Eine überzeugende Präsentation entscheidet oft über Klickzahlen und Besichtigungstermine. Dazu zählt das Exposé erstellen mit klaren Fakten, prägnanter Objektbeschreibung und einer echten Lagebeschreibung. Pflichtangaben wie Wohnfläche, Zimmeranzahl, Baujahr und Energieausweis sollten vollständig und wahrheitsgetreu im Text stehen, um rechtliche Risiken zu vermeiden.

Für die visuelle Wirkung setzt ein Makler auf hochwertige Immobilienfotografie. Profis von Fotostudios wie Studio61 oder unabhängige Fotografen liefern optimierte Bilder, Drohnenaufnahmen eignen sich bei Einfamilienhäusern und Grundstücken. Bildbearbeitung sorgt für natürliche Farben und korrekte Belichtung.

Grundriss erstellen gehört zur Pflicht. Vermasste, digital erstellte Grundrisse geben Interessenten klare Raumdimensionen. Klare Grundrisse reduzieren Nachfragen und verbessern die Vergleichbarkeit mit anderen Angeboten.

Virtuelle Rundgänge steigern die Reichweite und filtern ernsthafte Interessenten. 360°-Touren und virtuelle Besichtigungen ermöglichen schnelle Eindrücke vorab. Plattformen wie Matterport oder EyeSpy360 bieten zuverlässige Technik für immersive Präsentationen.

Home Staging erhöht oft die Verkaufschancen. Kleine Maßnahmen wie Entrümpeln, neutrale Dekoration und gezielte Reparaturen schaffen ein einladendes Ambiente. Makler empfiehlt entweder professionelle Anbieter oder praxiserprobte DIY-Alternativen, je nach Budget.

Eine klare Checkliste hilft bei der Mängelbeseitigung. Priorität haben sichtbare Schäden und funktionale Mängel. Kleine Investitionen amortisieren sich häufig durch höhere Angebote und kürzere Vermarktungsdauer.

Im Exposé erstellen sollten Preisangaben, Kontaktinformationen und rechtliche Hinweise sichtbar platziert werden. Eine logische Struktur mit Bild, Fakten, Grundriss und virtuelle Rundgänge erleichtert die Orientierung für Käufer und Mieter.

Marketingstrategien und Reichweite

Gute Vermarktung verbindet Reichweite mit gezielter Ansprache. Ein Mix aus digitalen und analogen Maßnahmen steigert die Sichtbarkeit und erhöht die Chance, passende Käufer oder Mieter zu finden. Die Auswahl der Kanäle richtet sich nach Objektart, Lage und Zielgruppe.

Online- und Offline-Marketingkanäle

Online-Marketing Immobilien nutzt große Portale wie ImmobilienScout24, Immowelt und Immonet. Ergänzend kommen Social Media Plattformen wie Facebook, Instagram und LinkedIn zum Einsatz. Google Ads steigern die Auffindbarkeit bei Suchanfragen.

E-Mail-Marketing erreicht vorgemerkte Interessenten direkt. Offline bleiben Zeitungsinserate, Flyer, Schilder am Objekt und Open-House-Events wichtige Elemente. Die Kombination aller Kanäle maximiert die Reichweite.

Ansprache von Interessenten über Maklernetzwerk

Ein starkes Maklernetzwerk und regionale Kooperationen liefern schnellen Zugriff auf qualifizierte Interessenten. Intermakler-Portale und Datenbanken mit vorgemerkten Kunden verkürzen Vermarktungszeiten.

Diskrete Vermarktung gelingt durch selektive Ansprache innerhalb des Netzwerks, wenn Vertraulichkeit gefragt ist. So bleiben sensible Verkäufe geschützt, ohne Reichweite zu verlieren.

Zielgruppenspezifische Kampagnen

Zielgruppenspezifisches Marketing segmentiert nach Käufertypen wie Familien, Singles, Investoren und Kapitalanleger. Für Familien rücken Schulen, Spielplätze und Nachbarschaft in den Fokus.

  • Exposé-Texte, die auf die Bedürfnisse der Zielgruppe eingehen
  • Bildsprache, die Emotionen und Nutzen transportiert
  • Platzierungen auf passenden Portalen und Social-Media-Kanälen

Kampagnen werden über KPIs wie Reichweite, Klickrate, Kontaktanfragen und Besichtigungstermine gemessen. So lässt sich das Immobilienmarketing laufend optimieren und die Effizienz von Online-Marketing Immobilien verbessern.

Besichtigungsmanagement und Interessentenqualifizierung

Ein strukturiertes Besichtigungsmanagement reduziert Aufwand und erhöht die Trefferquote beim Verkauf oder der Vermietung. Es sorgt für klare Abläufe, schützt die Immobilie und verbessert die Kommunikation mit Interessenten.

Bei der Organisation werden Zeitfenster koordiniert, Einzel- und Gruppenbesichtigungen geplant und virtuelle Termine angeboten. Vorab stellt der Makler alle relevanten Unterlagen bereit, zum Beispiel Energieausweis, Grundriss und Wohnflächenberechnung.

Organisation und Durchführung von Besichtigungsterminen

Ein durchdachtes System hilft, jede Immobilienbesichtigung organisieren zu können. Termine werden digital synchronisiert, Besuchslisten geführt und Hygieneregeln bei Bedarf kommuniziert. Identitätsprüfungen vor Ort schützen Eigentümer und schaffen Vertrauen.

Der Ablauf ist klar strukturiert: Begrüßung, kurze Objektvorstellung, gezielte Fragen der Interessenten und eine abschließende Fragerunde. Virtuelle Rundgänge ergänzen live Termine und erreichen mehr Interessenten.

Vorab-Checks: Bonität und Kaufbereitschaft

Effektive Interessentenqualifizierung reduziert unnötige Besichtigungen. Methoden zur schnellen Vorprüfung sind Selbstauskunft, Schufa-Auskunft mit Einverständnis, Finanzierungsbestätigung der Bank und Einkommensnachweise.

Eine sorgfältige Bonitätsprüfung schützt Verkäufer vor unseriösen Angeboten. So lassen sich ernsthafte Interessenten von bloßen Marktteilnehmern unterscheiden.

Feedback-Management und Nachverfolgung

Nach jeder Besichtigung wird systematisch Feedback erfasst. Einfache Fragen liefern Informationen zu Preiswahrnehmung, Zustand und Ausstattung. Die Analyse von Einwänden ermöglicht schnelle Anpassungen im Marketing oder an der Preisstrategie.

CRM-Systeme unterstützen die Nachverfolgung. Erinnerungen und Updates halten potenzielle Käufer informiert, etwa bei Preisanpassungen oder neuen Informationen.

Verhandlungsführung und Verkaufspreisoptimierung

Gute Vorbereitung bestimmt den Verlauf jeder Verhandlung. Markt- und Objektwissen hilft dabei, realistische Erwartungen zu setzen. Eine klare Preisuntergrenze schützt vor Verlusten. Die Rolle des Maklers ist neutral; er puffert Emotionen des Verkäufers und liefert sachliche Argumente.

Strategien zur Preisverhandlung

Erfolgreiche Preisverhandlungen beginnen mit einem glaubwürdigen Anker. Der Makler setzt ihn, ohne unrealistische Forderungen zu stellen. Er hebt USP des Objekts hervor und bereitet Antworten auf typische Einwände vor.

Ein strukturierter Verhandlungsplan enthält taktische Schritte: Angebote stufenweise erhöhen, zeitliche Vorgaben nutzen und Verhandlungsintervalle festlegen. Eine saubere Dokumentation aller Schritte schafft Transparenz.

Umgang mit mehreren Interessenten und Bieterverfahren

Mehrere Interessenten erhöhen die Chancen, den Marktpreis zu erreichen. Bieterverfahren kann als offenes oder stilles Verfahren gestaltet werden. Offene Auktionen schaffen Druck, stille Verfahren schützen Diskretion.

  • Vorteil offene Verfahren: direkter Wettbewerb, oft höhere Gebote.
  • Vorteil stille Verfahren: weniger Öffentlichkeitsdruck, kontrollierte Angebotsabgabe.

Wichtig sind Angebotsfristen und die Protokollierung eingehender Gebote. Fairer Umgang reduziert das Risiko rechtlicher Streitigkeiten. Ziel bleibt, den Verkaufspreis optimieren durch Konkurrenz und Markttransparenz.

Absicherung rechtlicher und finanzieller Risiken

Vor finaler Zusage prüft der Makler die Bonität potenzieller Käufer. Vorverträge oder Reservierungsvereinbarungen mit angemessener Anzahlung sichern den Prozess ab. Offene Lasten und Grundbucheinträge werden vor Vertragsunterzeichnung geklärt.

Haftungsfallen entstehen durch falsche Objektangaben oder nicht dokumentierte Mängel. Durch fachliche Kenntnis reduziert der Makler dieses Risiko. So bleibt die Verhandlungsführung Immobilien rechts- und finanzsicher.

Rechtliche Abwicklung und Vertragsvorbereitung

Beim Übergang vom Kaufvertragsentwurf zur Beurkundung übernimmt der Makler die organisatorische Schnittstelle. Er sorgt für die fristgerechte Übermittlung von Grundbuchauszug, Flurkarte und Teilungserklärung bei Wohnungseigentum. So bleibt der Ablauf übersichtlich und gut planbar.

Die notar Koordination umfasst Terminvereinbarungen mit allen Vertragsparteien und dem Notariat. Der Makler klärt Verfügbarkeitstermine, sichert die Vollständigkeit der Unterlagen und koordiniert Begleitpersonen wie Rechtsanwälte oder Steuerberater.

Koordination mit Notar und Vertragsparteien

Vor der Beurkundung organisiert der Makler die nötigen Termine und erinnert an Fristen. Er übermittelt Vertragsentwürfe an Käufer und Verkäufer und stellt sicher, dass alle Beteiligten ihre Nachweise rechtzeitig einreichen.

Kaufvertrag prüfen

Der Makler weist auf zentrale Prüfpunkte hin. Käufer und Verkäufer erhalten eine Checkliste mit Punkten wie Kaufpreis und Zahlungsmodalitäten, Fälligkeitsterminen, Lastenfreistellung und Übergabetermin. Er empfiehlt, dass beide Seiten unabhängige rechtliche Beratung in Anspruch nehmen.

Unterstützung bei Behörden- und Grundbuchangelegenheiten

Zur Unterstützung gehören Eintragungsanträge, Auflassungsvormerkung und die Abstimmung zur Löschung von Grundschulden. Der Makler begleitet Ummeldungen beim Bauamt und Einwohnermeldeamt und kooperiert mit Notaren, Rechtsanwälten und Steuerberatern bei Fragen zur Grunderwerbsteuer.

  • Checkliste für Vertragsbestandteile
  • Begleitung bei Eintragungen und Löschungen
  • Terminmanagement und Dokumentenübermittlung

Die Kombination aus notarielle Abwicklung, transparenter Organisation und frühzeitiger Risikoaufklärung minimiert Verzögerungen. Mit klaren Abläufen bleibt die Transaktion planbar und rechtssicher.

After-Sales-Service und Übergabe

Bei der Übergabe Immobilie plant der Makler den Termin sorgfältig und sorgt für klare Abläufe. Er erstellt ein detailliertes Übergabeprotokoll mit Zustandsbeschreibung, Zählerständen für Strom, Wasser und Gas sowie einer präzisen Schlüsselübergabe-Liste.

Der After-Sales Makler begleitet Käufer und Verkäufer auch nach dem Termin. Er vermittelt Handwerker, Umzugsdienstleister, Hausverwaltungen oder Versicherungen und unterstützt bei Restfragen und eventuellen Reklamationen.

Wichtig ist die Dokumentation und der Abschluss: Alle Gebrauchsanleitungen, Wartungsunterlagen und Rechnungen werden übergeben. Nach Bestätigung der Kaufpreiszahlung prüft der Makler die Löschung von Lasten im Grundbuch und empfiehlt, alle Verträge und Protokolle zu archivieren.

So bleibt der Makler als Ansprechpartner erhalten, stärkt seine Reputation und erleichtert Folgeprozesse. Ein sauberes Übergabeprotokoll und eine transparente Schlüsselübergabe schaffen Rechtssicherheit und Vertrauen auf lange Sicht.

FAQ

Was umfasst die Objektvermittlung durch einen Immobilienmakler?

Die Objektvermittlung umfasst mehrere Teilleistungen: Marktanalyse und Bewertung, Erstellung eines Exposés mit Foto- und Grundrissmaterial, Online- und Offline-Marketing, Interessentenansprache und Besichtigungsmanagement, Bonitätsprüfungen, Verhandlungsführung sowie Vertragsvorbereitung und Koordination mit Notar bis zur Übergabe. Makler bieten oft Zusatzleistungen wie Energieausweis-Beschaffung, Home Staging oder Modernisierungsberatung.

Warum ist professionelle Vermittlung in der aktuellen Marktlage wichtig?

Regionale Preisschwankungen, unterschiedliche Nachfrageprofile und rechtliche Vorgaben wie die seit 2020 veränderte Maklerkosten bei Wohnimmobilien machen professionelle Vermittlung wichtig. Ein erfahrener Makler findet marktgerechte Preise, reduziert Vermarktungszeiten und minimiert rechtliche Risiken durch korrekte Abwicklung und transparente Kommunikation.

Welche konkreten Vorteile bringt die Beauftragung eines Maklers gegenüber Alleinverkauf?

Makler sparen Zeit, erhöhen die Reichweite über Portale wie ImmobilienScout24, Immowelt und Immonet und präsentieren Objekte professionell, was oft höhere Verkaufspreise bewirkt. Sie filtern qualifizierte Interessenten, führen Bonitätsprüfungen durch und schützen vor rechtlichen Fehlern. Insgesamt verbessert das Outsourcing die Verhandlungsposition und reduziert das Verkaufsrisiko.

In welchen Situationen lohnt sich die Beauftragung besonders?

Bei komplexen Rechtslagen (Erbschaft, Miteigentum), hohem Zeitaufwand, unsicherer Marktlage, Mehrfamilienhäusern oder Gewerbeimmobilien sowie wenn maximale Verkaufspreise erreicht werden sollen. Auch Eigentümer ohne Verkaufserfahrung profitieren von Marktkenntnis, Netzwerk und Verhandlungserfahrung des Maklers.

Wie ermittelt ein Makler den marktgerechten Preis?

Mithilfe von Vergleichswert-, Ertrags- oder Sachwertverfahren, Abgleich mit Portaldaten und Gutachterausschuss-Bodenrichtwerten sowie durch Analyse vergleichbarer Verkäufe (Comparables). Besondere Merkmale wie Energieeffizienz, Baujahr, Modernisierungszustand, Denkmalschutz oder Stellplätze werden bewertet und in die Preisfindung eingerechnet.

Welche Unterlagen und Daten nutzt der Makler für die Marktanalyse?

Portaldaten (z. B. ImmobilienScout24-Statistiken), Bodenrichtwerte, Gutachten, lokale Verkaufsdaten, Infrastrukturprognosen sowie Objektunterlagen wie Grundbuchauszug, Flurkarte, Energieausweis und Bebauungspläne. Diese Quellen sichern eine objektive und dokumentierte Wertermittlung.

Was gehört zu einer professionellen Präsentation des Objekts?

Ein aussagekräftiges Exposé mit prägnanter Objektbeschreibung, Fakten (Wohnfläche, Zimmer, Baujahr), Lagebeschreibung, hochwertigen Fotos, vermassten Grundrissen und Kontaktinformationen. Ergänzend helfen virtuelle Rundgänge, Drohnenaufnahmen und professionelle Bildbearbeitung, um Klick- und Besichtigungsraten zu steigern.

Wann ist Home Staging sinnvoll und was bringt es?

Home Staging empfiehlt sich bei unattraktiven Einrichtungszuständen oder für Zielgruppen mit hohen optischen Erwartungen. Durch Entrümpeln, neutrale Dekoration und kleine Reparaturen lässt sich die Verkaufszeit oft verkürzen und der erzielte Preis erhöhen. Es gibt professionelle Anbieter und kostenbewusste DIY-Alternativen.

Welche Marketingkanäle nutzen Makler für maximale Reichweite?

Hauptsächlich Online-Portale (ImmobilienScout24, Immowelt, Immonet), Social Media (Facebook, Instagram, LinkedIn), Google Ads und E-Mail-Marketing. Offline-Maßnahmen wie Zeitungsinserate, Flyer, Objektbeschilderung und Open-House-Events ergänzen die Strategie. Kombination und Zielgruppenansprache maximieren Sichtbarkeit.

Wie sprechen Makler verschiedene Käufergruppen gezielt an?

Durch Segmentierung nach Käufertypen (Familien, Singles, Investoren) passen Makler Exposé-Text, Bildsprache und Placements an. Beispielsweise werden Schulen und Spielplätze bei Familien hervorgehoben, während Renditekennzahlen für Anleger betont werden. Kampagnenerfolge werden über KPIs wie Klickrate und Anfragen gemessen.

Wie laufen Besichtigungen und Interessentenqualifizierung ab?

Makler koordinieren Einzel- und Gruppenbesichtigungen, virtuelle Termine und stellen alle relevanten Unterlagen bereit. Vorab-Checks zur Bonität erfolgen über Selbstauskünfte, Schufa-Zustimmungen oder Finanzierungsbestätigungen. Ziel ist die Vermeidung unnötiger Besichtigungen und die Absicherung gegen unseriöse Anfragen.

Wie wird Feedback nach Besichtigungen genutzt?

Makler erfassen systematisch Rückmeldungen, analysieren Einwände zu Preis oder Zustand und passen Marketing oder Preisstrategie an. CRM-Systeme verfolgen Interessenten, erinnern an Follow-ups und informieren über Preisänderungen oder neue Details.

Welche Verhandlungsstrategien verfolgen Makler?

Vorbereitung mit Markt- und Objektwissen, Festlegung einer Preisuntergrenze und taktisches Verhandeln (Anker setzen, USPs betonen). Makler agieren als neutrale Vermittler, puffern Emotionen und nutzen bei Bedarf Bieterverfahren oder Fristen, um Wettbewerb zu erzeugen und den Preis zu optimieren.

Wie schützt der Makler vor rechtlichen und finanziellen Risiken?

Durch Bonitätsprüfungen, Vorverträge mit Anzahlungen, Protokollierung von Angeboten und klare Dokumentation aller Objektangaben. Makler weisen auf Haftungsfallen hin und sorgen für transparente Formulierungen, um späteren Streit zu reduzieren.

Welche Rolle übernimmt der Makler bei der notariellen Abwicklung?

Der Makler koordiniert Notartermine, übermittelt benötigte Unterlagen (Grundbuchauszug, Teilungserklärung) und stimmt Termine zwischen Parteien ab. Er stellt Checklisten für Vertragsinhalte bereit und empfiehlt unabhängige Rechts- oder Steuerberatung, vermeidet aber keine eigenständige rechtliche Beratung.

Welche Vertragsbestandteile prüft der Makler besonders?

Kaufpreis und Zahlungsmodalitäten, Fälligkeitstermine, Lastenfreistellung, Übergabetermin, Gewährleistungsregelungen und Vereinbarungen zu Inventar oder Einbauten. Makler bemerken typische Fallstricke und bereiten die Parteien auf notarielle Formulierungen vor.

Wie begleitet der Makler die Übergabe und das After-Sales?

Er plant den Übergabetermin, erstellt ein detailliertes Übergabeprotokoll mit Zählerständen und Schlüsselübergabe-Liste und dokumentiert den Objektzustand. After-Sales umfasst Unterstützung bei Restfragen, Vermittlung von Handwerkern, Hausverwaltungen oder Versicherungen sowie Archivierung aller relevanten Unterlagen.

Welche Zusatzleistungen können Makler anbieten?

Energieausweis-Beschaffung, Modernisierungsberatung, professionelle Fotografie, Drohnenaufnahmen, virtuelle 360°-Rundgänge, Home Staging sowie Hilfe bei steuerlichen oder rechtlichen Kontaktvermittlungen zu Notaren, Steuerberatern und Rechtsanwälten.

Wie berechnet sich die Maklercourtage und wer zahlt sie?

Die Höhe der Courtage variiert regional und nach Vereinbarung. Seit 2020 wurden bei Wohnimmobilien die Kostenregelungen angepasst; oft teilen sich Käufer und Verkäufer die Courtage oder trägt eine Partei die vereinbarte Provision. Konkrete Sätze sind Verhandlungssache und hängen vom Bundesland und der Vereinbarung ab.

Lohnt sich die Courtage wirtschaftlich?

In vielen Fällen erzielen Makler höhere Verkaufspreise trotz Courtage und sparen dem Eigentümer Zeit und Aufwand. Bei komplexen Objekten oder bei Wunsch nach maximalem Erlös ist die Courtage oft durch den erzielten Mehrerlös und die Reduktion von Risiken gerechtfertigt. Eine Kosten-Nutzen-Abwägung ist jedoch individuell vorzunehmen.
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